Eine Auswahl der Erkrankungen welche durch uns behandelt werden

OBSTRUKTIVE LUNGENERKRANKUNGEN

Asthma bronchiale

Asthma ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege, bei der die Bronchien überempfindlich auf Reize wie Allergene, Kälte oder körperliche Belastung reagieren. Typische Beschwerden sind anfallsartige Atemnot, pfeifende Atemgeräusche (Giemen) und Husten – insbesondere nachts oder in den frühen Morgenstunden. Mit einer konsequenten Inhalationstherapie lässt sich Asthma in den meisten Fällen gut kontrollieren.

COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung)

Die COPD ist eine chronische, meist fortschreitende Erkrankung der Atemwege, bei der die Bronchien dauerhaft verengt und die Lungenbläschen geschädigt werden. Hauptursache ist langjähriges Rauchen. Typische Beschwerden sind chronischer Husten, Auswurf und zunehmende Belastungsatemnot. Die Erkrankung ist nicht heilbar, kann jedoch durch Rauchverzicht, moderne Inhalationstherapie und Lungensport deutlich verlangsamt werden.

Lungenemphysem

Das Lungenemphysem ist eine fortgeschrittene Schädigung der Lunge, bei der die feinen Trennwände zwischen den Lungenbläschen zerstört werden. Dadurch kommt es zu einer Überblähung der Lunge mit eingeschränkter Atemfunktion und zunehmender Luftnot. Häufig entsteht ein Emphysem als Folge einer langjährigen COPD.

Chronische Bronchitis

Bei der chronischen Bronchitis ist die Schleimhaut der Bronchien dauerhaft entzündet. Betroffene leiden über Monate hinweg unter Husten mit Auswurf. Häufigste Ursache ist das Rauchen. Unbehandelt kann die chronische Bronchitis in eine COPD übergehen und sollte daher frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden.


INTERSTITIELLE / RESTRIKTIVE LUNGENERKRANKUNGEN

Lungenfibrose

Bei der Lungenfibrose wird gesundes Lungengewebe zunehmend durch Bindegewebe ersetzt und verliert dadurch seine Elastizität. Die Lunge kann sich nicht mehr ausreichend ausdehnen, wodurch Atemnot entsteht – zunächst unter Belastung, später auch in Ruhe. Die Ursachen sind vielfältig; moderne Therapien können das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.

Sarkoidose

Die Sarkoidose ist eine entzündliche Systemerkrankung, die am häufigsten die Lunge und die Lymphknoten betrifft. Typisch sind kleine Entzündungsknötchen (Granulome), die sich in verschiedenen Organen bilden können. Während manche Patienten beschwerdefrei bleiben, leiden andere unter Husten, Atemnot oder allgemeinem Krankheitsgefühl. In vielen Fällen heilt die Erkrankung spontan aus.

Exogen-allergische Alveolitis

Diese Erkrankung entsteht durch eine überschießende Immunreaktion auf eingeatmete organische Stäube, beispielsweise Vogelproteine oder Schimmelpilze. Dabei entzünden sich die Lungenbläschen chronisch, was zu Atemnot und einer eingeschränkten Lungenfunktion führen kann. Entscheidend für die Behandlung ist das konsequente Meiden des auslösenden Stoffes.


INFEKTIÖSE ERKRANKUNGEN

Pneumonie (Lungenentzündung)

Die Lungenentzündung ist eine akute Infektion des Lungengewebes, meist verursacht durch Bakterien, seltener durch Viren. Typische Symptome sind Fieber, Husten, Auswurf und Atemnot. Besonders ältere Menschen und Patienten mit chronischen Erkrankungen können schwer erkranken. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend.

Bronchiektasen

Bronchiektasen sind dauerhafte krankhafte Erweiterungen der Bronchien, die häufig infolge wiederkehrender Infekte entstehen. Durch die gestörte Selbstreinigung der Atemwege kommt es zu chronischem Husten mit oft reichlich Auswurf. Ziel der Behandlung ist die Infektprophylaxe sowie die Verbesserung der Sekretmobilisation durch Atemtherapie und gezielte Übungen.


VASKULÄRE UND PLEURALE ERKRANKUNGEN

Pulmonale Hypertonie (Lungenhochdruck)

Bei der pulmonalen Hypertonie ist der Blutdruck in den Lungenarterien dauerhaft erhöht. Dadurch wird insbesondere das rechte Herz belastet. Hauptsymptom ist zunehmende Belastungsatemnot. Die Erkrankung kann eigenständig auftreten oder Folge anderer Erkrankungen wie COPD oder Herzinsuffizienz sein.

Lungenembolie

Eine Lungenembolie entsteht, wenn ein Blutgerinnsel – meist aus den Beinvenen – in die Lungenarterien verschleppt wird und dort ein Gefäß verschließt. Typische Beschwerden sind plötzlich auftretende Atemnot, Brustschmerzen und Herzrasen. Nach der Akutbehandlung begleiten wir unsere Patienten in der Nachsorge und Langzeittherapie.

Pleuraerguss

Als Pleuraerguss bezeichnet man eine Flüssigkeitsansammlung zwischen Lunge und Rippenfell. Ursachen können unter anderem Herzinsuffizienz, Entzündungen oder Tumorerkrankungen sein. Je nach Ausprägung verursacht ein Pleuraerguss Atemnot oder Druckgefühl im Brustkorb. Entscheidend ist die genaue Ursachenklärung.


SCHLAFBEZOGENE ATEMSTÖRUNGEN

Obstruktive Schlafapnoe

Bei der obstruktiven Schlafapnoe erschlafft die Muskulatur im Rachenraum während des Schlafes so stark, dass die oberen Atemwege zeitweise blockiert werden. Es kommt zu Atemaussetzern, lautem Schnarchen und gestörtem Schlaf. Folgen können Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen und ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko sein. Die häufigste Therapieform ist die nächtliche Atemmaske (CPAP-Therapie).

Zentrale Schlafapnoe / Cheyne-Stokes-Atmung

Im Gegensatz zur obstruktiven Schlafapnoe liegt hier eine Störung der zentralen Atemregulation vor. Die Atemaussetzer entstehen nicht durch eine Verengung der Atemwege, sondern durch einen fehlenden Atemantrieb. Diese Form tritt häufig bei Herzinsuffizienz oder nach neurologischen Erkrankungen auf und erfordert eine gezielte Therapieanpassung.


ONKOLOGIE (MITBETREUUNG / NACHSORGE)

Bronchialkarzinom (Lungenkrebs)

Das Bronchialkarzinom zählt zu den häufigsten durch Rauchen verursachten Tumorerkrankungen. Im Frühstadium bestehen oft keine Beschwerden. Mögliche Warnzeichen sind anhaltender Husten, Bluthusten, Gewichtsverlust oder Luftnot. Die Erstdiagnostik und Abklärung erfolgen in unserer Praxis; für weiterführende Therapien arbeiten wir eng mit spezialisierten Lungenzentren in Stuttgart zusammen.


ALLERGOLOGIE

Allergisches Asthma / Allergische Rhinitis

Allergische Erkrankungen der Atemwege entstehen durch eine überschießende Immunreaktion auf Fremdstoffe wie Pollen, Tierhaare oder Hausstaubmilben. Typische Beschwerden sind Niesreiz, Fließschnupfen, Husten und Atemnot. Mithilfe moderner Haut- und Bluttests identifizieren wir die auslösenden Allergene und leiten eine individuelle Therapie ein.


SYMPTOME / FUNKTIONSSTÖRUNGEN

Chronischer Husten

Husten zählt zu den häufigsten Beschwerden bei Erkrankungen der Atemwege. Man unterscheidet akuten Husten – meist im Rahmen eines Infektes – von chronischem Husten, der länger als acht Wochen anhält. Ursachen können unter anderem Asthma, chronische Bronchitis, COPD, Reflux oder Allergien sein. Die Diagnostik umfasst unter anderem Lungenfunktion, Bildgebung und gegebenenfalls Allergietests.

Dyspnoe (Atemnot)

Dyspnoe beschreibt das Gefühl, nicht ausreichend Luft zu bekommen. Atemnot kann plötzlich oder schleichend auftreten und sowohl durch Erkrankungen der Lunge als auch des Herzens verursacht werden. Häufige Ursachen sind Asthma, COPD, Lungenfibrose, Herzinsuffizienz oder Lungenembolien. Ziel der Diagnostik ist die frühzeitige Erkennung der Ursache und eine gezielte Behandlung.